Diversity-Managemenmt erhöht die Kreativität der Mitarbeiter und steigert die Innovationskraft des Unternehmens. Hierzu gibt es viele Studien. Die aktuellste wurde jetzt in der WIWO veröffentlicht. Der Artikel bringt interessantes ans Tageslicht:
16 der DAX-30-Unternehmen betreiben inzwischen aktiv sogenanntes Diversity Management, so eine Studie von Synergy Consult. Im Fokus dabei: die Geschlechter- und Altersstruktur der Mitarbeiter.
Noch 2007 stellte eine Studie der Bertelsmann Stiftung fest, dass nur in 42 Prozent der deutschen Unternehmen Diversity Management betrieben wurde. Zum Vergleich: Zu dem Zeitpunkt engagierten sich bereits 77 Prozent der europäischen und 92 Prozent der amerikanischen und britischen Unternehmen auf diesem Gebiet.
Schon aufgrund des demografischen Wandels und der zunehmenden Internationalisierung sind deutsche Unternehmen heute allerdings zunehmend gezwungen, alle verfügbaren Arbeitskräfte möglichst effektiv zu nutzen. So steigt etwa die Zahl der Frauen auf den Arbeitsmarkt kontinuierlich: Lag die Erwerbstätigenquote der Frauen im Jahr 1996 noch bei 55,2 Prozent, so ist sie bis 2008 bereits auf 64,8 Prozent angestiegen.
Die Kompetenzen der Diversity Manager unterscheiden sich angeblich erheblich: Die Bandbreite reicht von einem Referenten im Personalbereich wie bei Allianz oder Metro bis hin zur einem Global Manager, der direkt an den Vorstand berichtet wie etwa bei BASF, Henkel und Siemens.
Diversity-Management soll ja in erster Linie die “Andersartigkeit” schützen. Dahinter stecken nicht nur gesetzliche, soziale und gutmenschliche Interessen, sondern auch knallharte Eigeninteressen. Verschiedene Menschen und Kulturen fördern das “differenzierte Denken”, ja und manchmal sorgen sie sogar für Reibung – und Reibung führt oft zu mehr Kreativität. Menschen die “anders” sind als die Mehrheit der Belegschaft fühlen sich oft nicht akzeptiert von der “Masse” – manchmal fühlen sie sich sogar gedisst und gemobbt. Bis heute gibt es beispielsweise keinen bekennenden Schwulen in den Dax-Vorständen oder bei den Top-Fußballclubs.
Anbei ein Film über ein kleines Städtchen in Amerika, dass die “Andersartigkeit” von kleinen Nagern besonders akzeptiert und sogar fördert – und es sogar zum Markenzeichen gemacht hat. Ein wunderbares Beispiel von “Diversity-Management” in einem sozialen Netzwerk:



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