BLOG ÜBER KREATIVITÄT, IDEENMANAGEMENT UND INNOVATIONSKULTUR

Kreatives Billard.

Februar 3rd, 2012

Die Tischfussballtricks in „Absolute Giganten“ waren sensationell. Aber was diese Jungs hier können toppt das ganze noch mal!

Volkswagen hat 58.094 Verbesserungsideen.

Januar 30th, 2012

Was für ein innovativer Konzern!
Die Mitarbeiter der Volkswagen AG haben laut Motorzeitung im vergangenen Jahr 58.094 Verbesserungsideen eingebracht.

Bei Volkswagen wird Innovation nicht nur von den Vorständen gelebt – nein jede Pore des Unternehmens so scheint es, will einen Beitrag zu mehr Kreativität und Innovation beitragen.

Dare to Try.

Januar 11th, 2012

Interessanter Artikel im Handelsblatt und sehr intime Einsichten in das Unternehmen Tata. Der indische Autobauer zeichnet angeblich gescheiterte, aber mutige Ideen mit dem Preis „Dare to Try“ aus.

Klasse Idee!

Ein prima Beitrag zur Innovationskultur. Erstens wird dadurch das Treffen von mutigen Entscheidungen gefördert und macht den Mitarbeitern auch klar, dass es nicht unbedingt schlimm sein muss zu scheitern.

Die 99/1 Regel.

Januar 8th, 2012

In einem Interview mit der BILD sagt Chris Martin von Coldplay, dass mindestens 95 Prozent seiner Songs für die Tonne sind.

Das sollte doch gleich mal alle Kreative ermutigen, nicht gleich mit den ersten 10 Ideen zufrieden zu sein!
Ich würde hier sogar noch weiter gehen. In der Kreativbranche gilt teilweise sogar die 99/1-Regel. 99% der Ideen sind für die Katz denn nur 1% erblickt das Licht der Welt.

Ein Beispiel: Wenn ein Kunde einen neuen, großen TV-Werbespot haben will, kann es sein, dass die Kreativteams innerhalb von vier Wochen bis zu 200 verschiedene Skripte schreiben. Am Ende wird es aber nur einen TV-Film geben!

Geht nicht, gibt’s nicht.

Januar 4th, 2012

Ein lustiger Spruch macht im Internet gerade die Runde. Leider konnte ich nicht herausfinden von wem er ist.
Er lautet:

ALLE SAGTEN DAS GEHT NICHT. DANN KAM EINER, DER WUSSTE DAS NICHT – UND HAT’S GEMACHT.

Genial!

Blackberry aus – Kreativität ein.

Dezember 23rd, 2011

Der Hirnforscher Ernst Pöppel hat mal folgendes gesagt:

„Wenn ganz Deutschland jeden Tag für eine Stunde nicht kommunizieren würde, dann hätten wir hier den größten Innovations- und Kreativitätsschub, den man sich vorstellen kann.“

Was er damit meinte:
Nur wer die Fähigkeit besitzt abzuschalten, kann kreativ sein.

Und bei VW scheint laut SZ diese Annahme jetzt Wirklichkeit zu werden. Nicht nur wegen mehr Kreativität, sondern vor allem um den Burn-Out zu bekämpfen:

Mehr als 1000 Mitarbeiter von Volkswagen können sich künftig darauf verlassen, dass sie nach Feierabend nicht mehr über ihren Blackberry mit Beruflichem belästigt werden.

Dass VW dies jetzt für 1000 Angestellte umsetzt finde ich erstmal ganz schön mutig. Und dafür sollte es einen kleinen Extraapplaus geben!
Trotzdem frage ich mich:
1. Warum geht VW so nicht auch mit seinen Lieferanten und Dienstleistern um? Viele Burn-Outs die bei VW entstehen, geschehen doch sicherlich nicht nur im Unternehmen, sondern auch drum herum.
2. Wird die Burn-Out Quote wirklich zurück gehen, weil das Blackberry ausgeht? Das bezweifle ich. Menschen, die Burn-Out gefährdet sind, sind selten Sklaven ihrer Blackberrys, sondern fehlt es meistens an Priorisierungsgespür. Oft sind Burn-Out-Gefährdete auch in Abhängigkeiten verstrickt, die sie zu einseitigen Befehlsempfängern macht. Und das macht kraftlos.

Meine Prognose zum „Blackberry-Ausschalten-von-VW“:
Der Kreativitätsschub wird kommen. Die Burn-Out-Rate bleibt gleich.

Innovative Idee: Feuerwerk bei Tageslicht.

Dezember 20th, 2011

Was für eine geniale Kunstaktion. Ein Feuerwerk bei Tageslicht. Wie kommt man auf so was? Wieso? Weshalb?

Innovativer Geigenspieler.

Dezember 12th, 2011

Bravo!

Warum die Bewerbungsportale der großen Firmen ungeeignet sind innovative Mitarbeiter zu finden.

Dezember 11th, 2011

Seit eineinhalb Jahren wohne ich nun in München. Meine Frau und meine Tochter zogen vor wenigen Monaten nach. Und natürlich begann eine spannende Zeit für meine Frau. Denn sie hatte ihren Job in Hamburg gekündigt und wollte sofort einen neuen in München finden. Das hat sie auch mittlerweile längst. Und sie ist sehr glücklich.
Während der Bewerbungsphase jedoch musste sie sich immer wieder mit den Bewerbungsportalen der großen Markenunternehmen im Internet auseinandersetzen. Denn für alle die das nicht wissen: Bewerbungsunterlagen kann man heute schon lange nicht mehr offline einsenden. Das geht heutzutage ALLES online.

Und da mussten wir schon staunen!
Selten haben wir erlebt wie manche Firmen jeglichen kreativen Spielraum der Bewerber absichtlich kleinhalten wollen. Wirklich schlimm ist es bei den richtig großen Unternehmen: hier wird offensichtlich nicht nach kreativen und innovativen Mitarbeitern gesucht, sondern nach Menschen, die sich am besten in ein Schema pressen wollen.

Anbei einige erstaunliche Anektdote meiner Frau während des Bewerbungsprozess:

Vor ein paar Monaten zog ich meinem Mann hinterher nach München. Ich freute mich sehr auf den Umzug, den Tapetenwechsel und vor allem auf ein neues Unternehmen. Entschieden kündigte ich bei meinem langjährigen Arbeitgeber – ein großer internationaler Kosmetikartikelhersteller aus Hamburg. Ich war sehr optimistisch eine attraktive Marketing- oder Produktmanagementposition in München zu finden. Hat die Stadt doch den Ruf einer Wirtschaftsmetropole der ständig Fachkräfte ausgehen. Meine positive Einstellung kam nicht zuletzt auch daher, dass ich mich selbst als sehr flexibel und offen einstufte. Welche Branche? Da bin ich ganz offen. Warum nicht zum Beispiel Online-Marketing ausprobieren (bei Amazon?) oder in die bisher unbekannte Welt der Fashion einsteigen (Timberland? Triumph?). Eventmarketing würde mich auch reizen (bei BMW oder Rodenstock). Ich träumte mich in die Welt der unbegrenzten Jobeinstieg-Möglichkeiten hinein und war bereit einiges in Bewegung zu setzen. Grenzen Sprengen, das Ganze kreativ angehen, Neues ausprobieren, darauf hatte ich richtig Lust!

Im World Wide Web fand sich rasch eine Fülle an interessanten Anzeigen. Mein Elan bekam einen spürbaren Bremser als ich festgestellt hatte, dass man sich bei jedem Unternehmen als Bewerber registrieren musste. Dabei musste man seitenweise Online-Formulare ausfüllen, Bewerbungsunterlagen uploaden, etc. Selbstverständlich habe ich mich mit jedem Unternehmen intensiv auseinander gesetzt, ein individuelles Anschreiben war ein absolutes Muss. Es dauerte trotzdem locker 2 Stunden pro Bewerbung meine Schuljahre, 10 Jahre zurück liegende Praktika und weitere Details wieder und wieder in der für die HR-Beamten richtigen Reihenfolge in die Bewerbungsportale einzuhacken. Meine Kreativität und Individualität wurde in einen Rahmen gepresst.

Das Einhacken hat sich jedoch gelohnt – zahlreiche Einladungen für Gespräche flatterten ins Haus. „Haben Sie Erfahrungen im Trade Marketing?“ – fragte man mich in einem der ersten Gespräche. „Nein, noch nicht direkt, aber genau deshalb möchte ich da hin! Ausserdem habe ich Erfahrungen in den X, Y, Z Marketing-Bereichen und habe mit Trade Marketing Abteilung eng zusammen gearbeitet“. „Hm“.

„Diversity ist für unser Unternehmen von großer Bedeutung“ – dieser Satz in der Anzeige eines Yoghurt Herstellers hörte sich sehr gut an. Weniger gut klang dann die Absage: „Sie haben beeindruckende Qualifikationen, aber wir haben uns für einen Kandidaten aus dem Food-Bereich entschieden.“ Liebe Unternehmen, was ist mit „Diversity“, „Quereinsteigertum“ und somit mit Kreativität und Innovation? Schnell wurde mir klar, die Branche oder den Marketing-Bereich zu wechseln wird nicht so einfach sein, wie gedacht.

Weitere überraschende Seiten zeigten einige renommierte Unternehmen in puncto Unflexibilität und Trägheit. Ein führender Leuchtmittelhersteller meldete sich erst 1,5 Monate nach dem Einreichen der Bewerbung, das Gespräch fand noch einen Monat später statt, für die Entscheidung wollte man sich satte zwei Monate Zeit nehmen. „Denen rennen doch alle Spezialisten weg“ – dachte ich mir insgeheim. Und auch mich konnten sie nicht gewinnen – das ging mir alles viel zu langsam.

Bei meinem neuen Arbeitgeber ging Gott-sei-Dank alles sehr schnell. Es ist wieder ein internationaler Kostmetikhersteller geworden, allerdings habe ich den Marketing Bereich gewechselt.

Liebe Unternehmen, liebe HR- und Fachbereichentscheider, wenn es in Deutschland bald tatsächlich so kommt, wie es prophezeit wird, wenn der große Fachkräftemangel wirklich im Anmarsch ist, dann müsst auch ihr in der Zukunft kreativer, flexibler und offener für Neues werden! Diversity nutzt nur dann was, wenn es nicht als Schmuckstück in der Unternehmensphilosophie missbraucht wird. Der nächste Topbewerber kommt schneller als ihr denkt – aber ihr werdet ihn nicht bekommen, wenn eure HR-Leute nur Online-Formulare lesen können und erst nach sechs Wochen sich melden.

Kreative Menschen sind die besseren Betrüger.

November 30th, 2011

Kreative Menschen haben weniger Hemmungen zu betrügen, so eine Studie amerikanischer Forscher der Harvard University in Zusammenarbeit mit der Duke University.

(via menshealth.de)