Interessanter Film aus der Isarrunde!
Was unser Gehirn alles steuern kann!
Wow – hier mal wieder ein schönes Video, das beweist, dass unsere Synapsen im Gehirn zu allem fähig sind.
Welche Innovation war dieses Jahr besonders erfolgreich?
Ich befinde mich gerade auf dem Innovationstag von Serviceplan. Fantastische Sache. Eben war Heiner Geissler am Rednerpult, jetzt ist es Thomas Bachl von der GfK.
Er erzählt gerade, was in den letzten zwölf Monaten in Deutschland so richtig erfolgreiche Innovationen waren.
Hier zwei Beispiele. Im Bereich “Süßwaren” war eine der erfolgreichsten Marken “Wrigleys 5 Gum”:
Und im Bereich “Getränke” konnte sich die Marke “Frucht Tiger” sehr erfolgreich behaupten.
Was war das Erfolgsgeheimnis dieser Marken? Warum konnten sie sich in den letzten 12 Monaten gegen die Konkurrenten so gut behaupten?
Der Hauptgrund war, dass diese Marken es bereits drei Monate nach der Einführung geschafft haben, 70% der relevanten Distributionsfläche erobert zu haben.
Gratulation an die Macher dieser zwei Marken!
Blau ist grün.
Wer glaubt, dass blau wirklich blau ist und weiss wirklich weiss, und wer glaubt, dass wir alle das Gleiche sehen, der wird sich freuen das folgende Video zu sehen.
Der Film zeigt, dass unser Denkmuster komplett abhängig ist von unserer Erziehung. Das, was wir Denken nennen, wird uns schon als kleines Kind in die Wiege gelegt – und es gibt für uns kaum eine Chance diesem anerzogenen Denken zu entkommen.
Was hat das mit Kreativität zu tun?
Ich bin überzeugt, das Super-Kreative (was für ein seltsames Wort
) genau wissen, dass unser Denken von einer ganz bestimmten Perspektive geprägt ist. Nichts anderes predigt ja auch der Kreativitäts-Guru De Bono. Weil sie es aber wissen, zwingen sie sich, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten – und kommen deshalb sehr oft zu ungewöhnlichen Lösungen.
Das Video geht leider 7 Minuten, ist aber vor allem gegen Ende interessant, wenn gezeigt wird, dass ein Eingeborenen-Stamm aus Afrika grün und blau nicht unterscheiden kann, dafür aber ein 99%iges grün von einem 100%igen grün.
30,7 Prozent der Großunternehmen brechen innovative Projekte wieder ab.
Interessanter Beitrag von der Universität Marburg:
Professor Michael Stephan von der Philipps-Universität Marburg hat in einer empirischen Studie herausgefunden, dass 90 Prozent von 255 befragten Unternehmen in den vergangenen drei Jahren Innovationen realisiert haben. Gleichzeitig hat er aber auch festgestellt, dass die Abbruchquote der Projekte relativ hoch ist: „30,7 Prozent der Großunternehmen und 50 Prozent der Kleinunternehmen haben innovative Projekte wieder abgebrochen, die meisten nach der Rentabilitätsanalyse“, erklärte er. Das liege daran, so der Professor, dass viele Unternehmen keine betriebswirtschaftlichen Methoden bei der Bewertung von Innovationen einsetzen würden. „Das ist ein klares Defizit“, betonte er.
Warum Deutsche und Franzosen gemeinsam keine kreativen Ergebnisse liefern können.
In Psychologie-aktuell wurde heute folgendes veröffentlicht.
Dr. Viviane Winkler (Universität Bayreuth) hat in empirischen Fallstudien Chancen und Risiken multikultureller Kooperationen untersucht. Ihrer Meinung nach birgt Diversity Management auch jede Menge Sprengstoff. Hier die Zusammenfassung des Artikels:
In einem deutsch-französisch-spanischen Projekt fand Winkler z.B. nur eine Person, die mit der Zusammenarbeit wirklich zufrieden war. Die anderen Mitglieder kritisierten unterschiedliche Erwartungen an die Partizipation von Entscheidungsprozessen und Zielkonflikte. Die Machtfrage wurde krass unterschiedlich gewertet. Die deutschen Teilnehmer versuchten, die Geschicke des Projekts zu beeinflussen, doch der französische Projektleiter dezidierte: “Für die Entscheidung gibt es eine klare Hierarchie.”
“Nicht nur Entscheidungen wurden direktiv gefällt, ebenso wurde der Zeitplan von der französischen Plattform vorgegeben. Hierdurch kam es zu Unstimmigkeiten, da die Zeitvorstellungen der Plattform unrealistisch waren. Die unterschiedlichen und unstimmigen Vorstellungen zur Einbindung der Teammitglieder in den Entscheidungsprozess hatten starke negative Auswirkungen … u.a. Machtkämpfe innerhalb der Gruppe.”
Teammitglieder mit geringer Machtdistanz, die von einer Führungskraft mit hoher Machtdistanz autoritär geführt werden, versuchen, ihre verlorene Macht und ihren zurückgesetzten Status wiederzuerlangen. Zum Repertoire dieser Versuche gehören u.a. Formen passiver Aggression, z.B. verdeckte Arbeitsverweigerung, gespielte Inkompetenz, Verzögerungen, Desinformationen, berichtet Viviane Winkler.
Hinter der Problematik stehen grundsätzliche kulturelle Unterschiede der Machtdistanz: In romanischen Ländern, z.B. Frankreich, herrscht eher eine hohe Machtdistanz – d.h. ein rigide autoritäres Denken. In nordeuropäischen Ländern wie Deutschland gilt eine eher geringe Machtdistanz, d.h. ein möglichst partizipativer Führungsstil mit demokratischen Elementen.
Daher entstehen neue Probleme, wenn eine deutsche liberale Führungskraft versucht, französische Mitarbeiter auf gleicher Augenhöhe in Entscheidungen einzubeziehen …
Viviane A. Winkler: Auswirkungen kultureller Diversität in multikulturellen Innovationsteams auf den Innovationsprozess.
Pabst, Lengerich/Berlin 2011, 284 Seiten, ISBN 978-3-89967-720-1
Na immerhin verstehen diese beiden sich:
Cornell University: die meisten Menschen fürchten die Veränderung.
Die SZ hat heute eine Studie über Kreativität veröffentlicht. Hinterfragt wird darin, warum alle Unternehmen Kreativität wollen, sie aber nicht fördern.
Das Fazit ist erschreckend einfach: die meisten Mitarbeiter und Chefs wollen am liebsten, dass alles so bleibt wie es ist.
Hier ein Ausschnitt:
Forscher unterzogen 200 Studenten einem Impliziten Assoziationstest. Dieser beruht auf der Annahme, dass Menschen bei einem Computertest schneller per Tastendruck reagieren, wenn sie Konzepte verbinden sollen, die sie miteinander assoziieren. In der aktuellen Studie zeigten die Forscher, dass die Probanden Wörter aus dem kreativen Bereich (z. B. neuartig, erfinderisch, originell) eher mit negativen Begriffen (z. B. erbrechen, Hölle, verrottet, hässlich) verbinden. Umgekehrt assoziierten sie positive Wörter (Sonnenschein, Kuchen, Lachen) eher mit einem pragmatischen Wortfeld (praktisch, funktional, hilfreich). Die nicht wahnsinnig originelle Schlussfolgerung der Experten ist nun, dass das Bekenntnis zur Kreativität häufig ein Lippenbekenntnis bleibt, weil die Menschen sich vor der durch neue Ideen bedingten Veränderung fürchten und im Grunde ihres Herzens lieber so weitermachen wie bisher.
Sind Introvertierte die besseren Kreativen?
Die Autorin Susan Cain hat ein neues Buch geschrieben. In der Die Presse hat sie dazu ein Interview gegeben. Und diese Stelle hier fand ich ganz interessant:
Sind Introvertierte wirklich die besseren Kreativen?
Es wird gerne unterschätzt, wie wichtig das Alleinsein für die Kreativität ist, frei von Unterbrechungen oder Beeinflussung durch Peers. Introvertierte können das besser als Extrovertierte. Unternehmen, die bei der Suche nach innovativen Lösungen ausschließlich auf große Teams setzen, machen einen großen Fehler.
Keine Ahnung, ob die Dame Recht hat, klingt aber irgendwie nachvollziehbar!



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