BLOG ÜBER KREATIVITÄT, IDEENMANAGEMENT UND INNOVATIONSKULTUR

Tischtennis-Trampolin

November 28th, 2011

Anbei ein lustiger Film, der auf den ersten Blick eine völlig sinnlose Sportart präsentiert.
Aber das Prinzip hinter dem Film stimmt:
Bahnbrechende Ideen sind oft miteinander gekreuzte „Produkte“.
Man könnte auch sagen 1 plus 1 gleich 3. Und auch beim Sport gibt es da gute Beispiele, wie etwa:

1. Schachboxen
2. Triathlon
3. Moderner Fünfkampf
4. Kung Fu-Badminton

Die oben aufgeführten Sportarten gibt es wirklich.
Also gut möglich, dass es eines Tages Tischtennis-Trampolin wirklich geben wird!

Verlasse die Realität.

November 8th, 2011

Beim Jurieren des deutschen Werbefilmpreises bin ich gerade über folgenden Spot von der Schirn Kunsthalle Frankfurt gestolpert.
Sehr schön!
Und der Satz: VERLASSE DIE REALITÄT finde ich ist ein Merksatz, den alle Kreativen in ihrer DNA verankern sollten.

Wie man seinen Kunden beweist, dass ein enges Timing ein Kreativitätskiller ist.

November 7th, 2011

Wunderschönes Video. Die Idee stammt von der Werbeagentur Café Communications und hat mehrere Werbepreise gewonnen.

In wie weit das Timing bzw. das Zeitlimit den Kreativprozess beeinflusst wird häufig von Wissenschaftlern untersucht. Sogar die Bundesagentur für Arbeit hat hier Untersuchungen angestellt. Das Ergebnis ist oft ein Kompromiss. So darf man Kreativen für eine Aufgabe weder zu viel Zeit lassen, noch zu wenig. Denn ein bisschen Druck braucht es schon, um kreativ zu sein. Zu viel Druck ist natürlich schädlich!

Im Werbeagentur-Business ist es ähnlich. Dauert ein Pitch nur 10 Tage ist das Geschrei unter den Kreativen groß. Dauert er über sechs Monate fühlt sich der Prozess zäh an und die Kreation wird nicht wirklich besser. Vier bis sechs Wochen hingegen fühlen sich richtig gut an!

Töte deine Idee nicht zu schnell.

Oktober 17th, 2011

Das nächste mal wenn man seine eigene Idee vorzeitig abschiessen will, weil sie einem nicht groß oder genial genug erscheint, dann sollte man sich dieses schöne kleine Video ansehen.

Das Fazit der Botschaft: was für dich offensichtlich und zu einfach erscheint, könnte für andere genial sein.

Das ist ja auch das Geheimnis von erfolgreichen Visionären. Nämlich die Größe zu besitzen, das Geniale in den Ideen von anderen zu sehen, die diese selbst kleinreden.

Wieder mal ein genialer Beitrag von Derek Sivers.

Kreativer Perspektivwechsel.

Oktober 2nd, 2011

Kann ein ja auch ein nein sein? Na klaro!

‚Yes or No‘ by Markus Raetz.

Was unser Gehirn alles steuern kann!

September 15th, 2011

Wow – hier mal wieder ein schönes Video, das beweist, dass unsere Synapsen im Gehirn zu allem fähig sind.

Welche Innovation war dieses Jahr besonders erfolgreich?

September 15th, 2011

Ich befinde mich gerade auf dem Innovationstag von Serviceplan. Fantastische Sache. Eben war Heiner Geissler am Rednerpult, jetzt ist es Thomas Bachl von der GfK.
Er erzählt gerade, was in den letzten zwölf Monaten in Deutschland so richtig erfolgreiche Innovationen waren.

Hier zwei Beispiele. Im Bereich „Süßwaren“ war eine der erfolgreichsten Marken „Wrigleys 5 Gum“:

Und im Bereich „Getränke“ konnte sich die Marke „Frucht Tiger“ sehr erfolgreich behaupten.

Was war das Erfolgsgeheimnis dieser Marken? Warum konnten sie sich in den letzten 12 Monaten gegen die Konkurrenten so gut behaupten?

Der Hauptgrund war, dass diese Marken es bereits drei Monate nach der Einführung geschafft haben, 70% der relevanten Distributionsfläche erobert zu haben.

Gratulation an die Macher dieser zwei Marken!

Viele Großunternehmen brechen innovative Projekte wieder ab.

September 9th, 2011

Interessanter Beitrag von der Universität Marburg.

Innovationsbremse: Der Verein Deutsche Sprache.

August 28th, 2011

In der Süddeutschen hat gestern der „Verein Deutsche Sprache“ eine relativ positive Berichterstattung bekommen.

Ich halte den Artikel leider für nicht gelungen.

Ich frage mich, warum meine Lieblingszeitung die SZ diesem rückschrittlichen Verein ein Podium gibt. Die Sprache der Telekom als „menschenverachtend“ zu bezeichnen, zeigt doch wie gern dieser Club zu Übertreibungen neigt.
Im Artikel wird geschrieben Herr Obermann hätte nichts dazu gelernt. Wird hier ernsthaft geglaubt, dass Herr Obermann der Meinung eines altmodischen Clubs wichtiger ist, als die Meinung renommierter Umfrageinstitute und Marktforschungsunternehmen?
Und zu den Vorwürfen gegenüber der Bahn: die Bahn verwendet englisches Vokabular, weil jährlich Millionen von Ausländer durch die Bahnhöfe reisen. Was sollen bitte japanische Reisende mit „Kartenverkaufsstelle“ anfangen? Dieses Wort klingt grässlich. „Ticket Counter“ ist genau richtig.
Und in was für einer Welt leben Menschen, die sich über „Wellness für die Männerseele“ aufregen? Wer sich im Jahr 2011 noch über das Wort „Wellness“ aufregt, dem ist einfach nicht mehr zu helfen.
Wer auf der Seite des „Verein Deutsche Sprache“ herumsurft, erkennt schnell, dass sich ihre Fans wieder die alten Zeiten mit Heinz Schenk zurück wünschen. Es sind Menschen, die sich mit Veränderungen schwer tun. Hier mein Lieblingszitat auf der Seite, das in der Tat aus dem Jahr 2001 stammt. Also genau so Asbach Uralt wie der Verein:

„Warum soll in deutschsprachigen Gebrauchsanweisungen nicht ‚Rechner‘ statt ‚Computer‘, ‚Luftkissen‘ statt ‚Airbag‘, ‚Programm‘ statt ‚Software‘ stehen?“
(Christoph Böhr, Landesvorsitzender CDU Rheinland-Pfalz, in der Welt am Sonntag vom 11. 2. 2001)

Hier ist meine Antwort:
Warum „Airbag“ statt „Luftkissen“? Auch die deutsche Sprache unterliegt den Gesetzen der Evolution. Für manche ist das sicherlich schwer vorzustellen: aber es gibt ganze Branchen in Deutschland in denen ausschließlich englisch gesprochen wird. Und alles was effizient ist, setzt sich durch. Und wenn sowieso nur englisch gesprochen wird, ist es eben effizient, das eine oder andere Wort (oder vielleicht sogar viele Wörter) ins Deutsche zu übernehmen.

Die Sprache unterlag schon immer dem natürlichen Wandel. Branchen in denen Sprachhüter per Dekret ihr Unwesen treiben (siehe Herr Ramsauer und sein Verkehrsministerium), schaden sich selbst, denn dadurch wird eine Entwicklung in Gang gesetzt, die die Unternehmen nachhaltig nicht innovationsfähig machen.

Die Sprache nämlich inspiriert zu neuen Gedanken und neue Wörter oder Wortschöpfungen regen zum Querdenken an. Neue Sprachmuster sprengen alte Denkmuster. Wer will, dass die Sprache so bleibt wie sie immer war, der ist deshalb in der Tat ein Innovationsverhinderer.

Übrigens! In den 100 innovativsten Unternehmen Deutschlands wird zum größten Teil ausschließlich englisch kommuniziert. Dem „Verein Deutsche Sprache“ kann ich deshalb nur raten: wenn ihr wollt, dass es euch noch in 100 Jahren gibt, dann lernt englisch!

Der Lebenszyklus einer Idee.

August 25th, 2011

Sehr gelungener Spot, der mal wieder klar macht, wie wichtig es ist, für seine Idee zu kämpfen.

The Life Cycle of a Good Idea from Stephen Reedy+ZerofriendsFilms on Vimeo.