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Blog über Kreativität, Kreativitätsforschung und Innovationskultur

Archiv für die Kategorie ‘Open Innovation’

Die fünf Klassen von Open Innovation.

Sonntag, 07. November 2010

Prof. Dr. Kathrin Möslein hat für den sensationellen Innovations-Blog DIE ERFINDER die fünf Klassen von Open-Innovation-Werkzeugen analysiert. Hier das Ergebnis:

Innovations-Wettbewerbe gibt es von „Tchibo Ideas“, wo designbegabte Menschen Haushaltsgegenstände neu erfinden, bis zu Googles mit 30 Millionen Dollar dotierten „Lunar X Prize“, der die erste privat finanzierte Mondlandung zum Ziel hat.

Einen Innovations-Marktplatz stellt beispielsweise die Firma Innocentive bereit, die als Intermediär Problemlöser und Suchende zusammenbringt. Für den deutschsprachigen Raum hat 3M „Zukunft Innovation“ ins Leben gerufen. Gegen eine Gebühr können Unternehmen Konzept- oder Brainstorming-Fragen stellen und bekommen dann innerhalb von 30 Tagen im Schnitt 100 Antworten. Die Community bewertet die Ideen und entscheidet damit, welche davon prämiert werden. Das Unternehmen wählt drei Ideen, welche die Ideengeber anschließend genauer ausarbeiten. Hierfür winken Prämien zwischen 200 und 500 Euro.

Innovations-Communities verbessern oder erweitern die Produkte und Services eines Unternehmens, zum Beispiel die der Firma DELL. Innerhalb von drei Jahren passierte deren „Ideastorm“-Plattform die Marke von 10.000 Ideen, von denen 400 tatsächlich schon umgesetzt wurden. Und dem Unternehmen Apple, sonst eher für Verschlossenheit bekannt, ist mit der Freigabe seiner Apps zur externen Entwicklung ein millionenschwerer Coup gelungen.

Ein Innovation-Toolkit ist „my muesli“. Das berühmte Start-up des Jahres 2007 ist die Blaupause für zig andere Online-Shops, in denen sich Kunden ihr Produkt ganz nach Wunsch zusammenstellen können.

Zur Klasse der Innovations-Technologien gehört zum Beispiel „Local Motors“. Auf der Website der amerikanischen Firma entwickeln Autoliebhaber gemeinsam ihre Traum-Schlitten von Boston Bullet bis Rallye Fighter. Produziert werden die abgefahrenen Modelle in Mini-Werken – und auf Wunsch im Beisein des künftigen Besitzers.

Interessante Klassifizierung. Aber dass es bei 3M nur 500 Euro zu gewinnen gibt, finde ich etwas kleinlich!


Wie effektiv ist Open Innovation?

Freitag, 17. September 2010

Schon öfters habe ich hier über meinen Lieblingskaffeeröster Tchibo geschrieben und über die Open-Innovation-Website “Tchibo Ideas” berichtet. Hier noch mal kurz zum Hintergrund:

Vor knapp zwei Jahren startete Tchibo Ideas. Dort bastelt der Kaffeeröster zusammen mit Kunden an neuen Produktideen. Rund 8000 Mitglieder hat die Plattform.

Erstaunt war ich, als ich heute das hier in der HORIZONT gelesen habe. Turadj Schahbasi, Leiter Business Development bei Tchibo direct, wurde folgendes gefragt:

Wieviele Produkte hat Tchibo Ideas bislang gelauncht?

Es wurden seit dem Start der Plattform bereits 13 Tchibo ideas Produkte gelauncht.

Wow! Da war ich doch etwas überrascht. 13 Lösungen in zwei Jahren – und das bei 8000 Mitgliedern?
Da fragt man sich doch, wie effektiv ist eigentlich so eine Plattform. Ich weiss von vielen anderen Innovation Jams, dass alleine in zwei Tagen mit nur 160 Teilnehmern mehr als 20 Lösungen/Patente entwickelt worden sind – die dann auch tatsächlich das Licht der Welt erblickt haben. Und ich selbst habe schon an Innovationsworkshops mitgewirkt, bei denen 40 Mitarbeiter mehr als 10 echte Produkte/Kooperationen in einem Tag entwickelt haben. Auch weiss ich, dass die Plattform www.mystarbucksidea.com weit mehr als 13 Lösungen/Ideen pro Halbjahr realisiert.

Egal – Tchibo wird schon wissen, ob das “Ideen entwickeln” a la Open Innovation eine Bereicherung für die Innovationskultur ist oder nicht. Ein interessantes Projekt ist es auf jeden Fall. Die Zahl “13″ finde ich eine interessante Benchmark für zukünftige Innovationworkshops. Das Ergebnis hilft den Teilnehmern die Erwartungshaltung vor einem solchen kreativen Prozess besser einzuschätzen.


INNOCENTIVE goes Europe.

Sonntag, 11. Juli 2010

Auf COMPUTERWOCHE.DE las ich heute einen sehr interessanten Artikel über die Open Innovation-Plattform INNOCENTIVE.
Hier das wichtigste in aller Kürze:

“Erfindungsstark, aber umsetzungsschwach sind deutsche Unternehmen laut Innovationsforscher Bernd Kriegesmann. Nur etwa jede dreizehnte Produktidee kommt auf den Markt. Mehr Erfolg verspricht das Prinzip, das sich hinter dem Begriff Open Innovation verbirgt. Über eine Ideentauschbörse, wie sie etwa Innocentive betreibt, können Unternehmen nach Lösungen suchen. Bezahlen müssen sie nur im Erfolgsfall: Bis zu eine Million Dollar Preisgeld erhält derjenige, der die beste Lösung einreicht.”

“Über 1000 Aufgaben – von Internet-Suchalgorithmen bis hin zu Enzymen, die Rotweinflecken entfernen -wurden über den Marktplatz von Innocentive bisher ausgeschrieben, knapp die Hälfte davon gelöst. Dafür sorgen rund 200.000 Forscher, Informatiker, Ingenieure, Produktdesigner und Studenten aus 200 Ländern, die sich kostenlos auf der Plattform registriert haben und ihre Vorschläge einreichen. Hier liegt das Geheimnis dieser Art der Innovation: Über das Internet wird Wissen angezapft, das bisher aus ökonomischen Gründen oder aufgrund geografischer Distanz nicht zur Verfügung stand.”

“Nicht nur große internationale Konzerne suchen hier nach Lösungen, auch Behörden wie die Nasa oder Non-Profit-Organisationen, die Menschen in Entwicklungsländern das Leben erleichtern möchten, nutzen diese Innovationsquelle. Im deutschsprachigen Raum gibt es bisher nur wenige so genannte Erfinderbörsen, aber die Nachfrage steigt. Das kann Dwayne Spradlin, CEO von Innocentive Inc., bestätigen: “In den vergangenen Jahren hat Open Innovation auch in Europa an Akzeptanz gewonnen. Die Wirtschaftskrise hat diesen Trend verstärkt, da Unternehmen gezwungen sind, ihre Innovationsmethoden zu überdenken und neue Wege zu beschreiten.”

“Seit Anfang des Jahres hat Innocentive ein Büro in München – das erste in Europa. Die Plattform wird jedoch momentan noch in englischer Sprache betrieben. “Deutschland hat sehr innovative Köpfe. Je mehr Nationalitäten sich an den Problemen versuchen, desto kreativer und vielfältiger sind die Lösungen”, wirbt Spradlin. Lösungsanbieter können sich unter https://gw.inno centive.com/ar/registration kostenlos registrieren.”


Volkswagen macht Open Innovation.

Dienstag, 04. Mai 2010

Mit dem Open-Innovation-Contest „App my ride“ lädt Volkswagen Designer, Programmierer, und Entwickler ein, Anwendungen für Infotainmentsysteme der Zukunft mitzuentwickeln. Damit adaptiert Volkswagen als erster Automobilhersteller die Idee der „open innovation“ zur Weiterentwicklung seiner Produkte. Im Rahmen des Wettbewerbs entsteht eine Innovations-Community, die ab dem 3. Mai 2010 unter www.app-my-ride.com allen Internet-Usern offen steht. Hier können sich Wettbewerbsteilnehmer einloggen und entweder programmierte Apps hoch laden oder kreative Ideen für zukünftige Apps einsenden. Am Ende des Wettbewerbs werden die innovativsten Anwendungen durch die App-my–ride-Community und eine Jury, bestehend aus Volkswagen-Führungskräften und externen Experten, ausgewählt. Neben Geld- und Sachpreisen im Gesamtwert von 14 000 Euro wird ein spezieller Preis für Studierende ausgelobt. Dieser beinhaltet ein Praktikum bei der Konzernforschung von Volkswagen in Tokio, Shanghai, Kalifornien oder Wolfsburg. Darüber hinaus winkt zusätzlich ein exklusiver Trip für den Sieger des Wettbewerbs: Er wird an einer internationalen Fahrzeugpräsentation teilnehmen.


Tchibo verkauft wieder Produkte, die über Open Innovation entstanden sind.

Sonntag, 25. April 2010


Tchibo bringt auch in diesem Jahr wieder Produkte in seine Filialen, die über das Online-Projekt “Tchibo Ideas” entstanden sind:

Am 16. Juni kommen nun gleich drei neue so genannte Alltagshelfer in den Handel. Darunter ist ein Kabelaufroller, der auf ein Handy-Netzteil oder Ladegerät gesteckt wird und so Kabel aufrollen soll. Die Konstruktion von Bernd Klawitter wurde gar von einer Jury zur besten Lösung der Tchibo-Ideas-Online-Plattform im Jahr 2009 gewählt.

Ordnung schaffen soll auch die von Klaus Mittermeier entwickelte Mehrfachsteckdose, die von mehreren Seiten bedient werden kann und so Raum für größere Netzteile schaffen soll. Als Produkt Nummer drei schafft es das von Julian Zech kreierte Tür-Memolight in den Tchibo-Handel. Beim Öffnen der Tür sollen die Memos leuchten und daran erinnern, dass Utensilien wie Schlüssel oder Regenschirme nicht vergessen werden.

(via onetoone.de)


Neue deutschsprachige Open Innovation Plattform gestartet.

Donnerstag, 11. März 2010


Unternehmen, die neue, ungewöhnliche Ideen und Ansätze benötigen, können auf www.zukunft-innovation.com Aufgabenstellungen skizzieren und konkrete Fragen stellen. Eine Community aus Kreativen aller Sparten, die schon jetzt über 400 fixe Mitglieder zählt, postet ihre Antworten in Kurzform. Die besten Ideen zu einer Fragestellung werden honoriert, zusätzlich kann das Unternehmen Lösungsvorschläge auswählen, die mit den jeweiligen Ideengebern in direkter Zusammenarbeit weiter entwickelt werden. Die Internet-Plattform ist Teil einer Initiative von 3M Österreich zur Förderung der dortigen Innovationskultur.

(via boerse-express.com)


Neu bei Tchibo.

Samstag, 14. November 2009

Die ersten Ergebnisse der Open-Innovation-Website von Tchibo sind marktreif. Zum Beispiel: die Toilettenbürste mit Kindersicherung. Damit Kinder mit der Bürste nichts anstellen, muss man bei diesem Toilettenartikel einen Sicherheitsmechanismus ausschalten und oben vor der Benutzung den Griff zusammendrücken. Erdacht hat sich das Peter Franke. Kein Tchibo-Mitarbeiter, sondern ein Erfinder aus Berlin. Und erst vor einem knappen Jahr hat er diesen Einfall auf www.tchibo-ideas.de präsentiert. Auf dieser Open-Innovation-Website haben sich bereits über 6000 Menschen angemeldet und die Community wächst und wächst. Und weitere Produkte bringt Tchibo in die Schaufenster: einen Handtaschenhalter fürs Auto und eine kleine Box mit regenfestem Sattelbezug fürs Fahrrad.


Die 70/30-Regel bei Apple.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Ein Paradebeispiel für eine erfolgreiche “Open Innovation” sind die Apps für das iPhone. Mittlerweile gibt es laut Apple 85.000 verschiedene Apps. Neulich meldete die PR-Abteilung den Rekord von insgesamt zwei Milliarden Downloads. Und selbstverständlich schreibt Apple die Apps nicht selbst, sondern lässt sie schreiben – von der riesengroßen Apple-Fangemeinde. Apple zapft ganz bewusst die Innovationskraft außerhalb der internen Firmenwände an. Zur Verfügung steht ein ganz einfaches Developer-Programm, für dessen Betreuung das Unternehmen pro Programm eine Gebühr von 99 Euro verlangt. Der Deal: von jeder verkauften App, die im Durchschnitt 79 Cent kostet, erhält der Entwickler 70 Prozent, 30 Prozent gehen an Apple. Die App im Video ist natürlich ein Fake, aber nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die realisiert wird.


Open Innovation bei Starbucks.

Montag, 12. Oktober 2009


Man kann von Starbucks halten was man will, aber so macht Open Innovation Spaß. Auf www.mystarbucksidea.com kann man ganz einfach Verbesserungsvorschläge einreichen. Alles ist übersichtlich, klar und verständlich. Und Feedback gibt’s auch.