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Blog über Kreativität, Kreativitätsforschung und Innovationskultur

Archiv für die Kategorie ‘Kreativitätsforschung’

Grün fördert Kreativität.

Freitag, 23. März 2012

Heute in der WIWO gefunden:

Wissenschaftler testeten in vier verschiedenen Experimenten die Kreativität der Testpersonen. Mal saßen sie vor einem Monitor, mal an einem Tisch im Labor. Alle bekamen zwar dieselbe Aufgabe gestellt: Sie sollten möglichst viele originelle Ideen auflisten, was sie mit einer Blechdose so alles anfangen könnten. Zwei unabhängige Personen bewerteten die Ideen hinterher auf ihren Einfallsreichtum. Und dabei kam heraus: Eine Gruppe war immer kreativer als die andere.
Die Erklärung: Vor der Kreativitätsaufgabe hatte Lichtenfeld die Teilnehmer in zwei Gruppen geteilt. Die einen wurden kurz mit einem grünen Farbton konfrontiert, die anderen mit einem blauen, grauen oder roten. Und offenbar versetzte Grün die Menschen am ehesten in einen geistigen Zustand, der beim Schöpfen neuer Ideen behilflich war.

Erstaunlich!
Ich könnte wetten, dass ich hier schon mal darüber geschrieben habe, dass rot die Innovations-freundlichste Farbe sei.


Lionel Messis Kreativität wird wissenschaftlich untersucht.

Dienstag, 20. März 2012

Anbei ein Link und eine Leseempfehlung zu einem sehr interessanten und gut recherchierten Artikel auf Suite101 von Louis Max Blank, der sich mit der Kreativität des Ausnahmetalents Lionel Messi beschäftigt. Es gibt mehrere Ansätze, die die Genialität von Messi versucht zu erklären. Drei Ansätze davon gefallen mir deshalb so gut, weil ich denke, dass sie auch prima für Kreative und Innovative im Büro, Chefetagen und in Thinktanks anwendbar sind.

Erster Ansatz:
Kann Messi mehr Informationen in kürzerer Zeit verarbeiten als andere Spieler?

Zweiter Ansatz:
Sind Messis Hormone für eine andere Zeitwahrnehmung verantwortlich?

Dritter Ansatz:
Oder ist es gar nicht Messi alleine, der so genial ist, sondern die perfekt abgestimmte Mannschaft von Barcelona, die Messi einfach nur beflügelt?

Den Artikel kann man hier lesen.


Ist die “Clean Desk Policy” innovationsfeindlich?

Freitag, 20. Januar 2012

Das sagt auf jeden Fall diese Studie der Universität Groningen:

Die Anhänger der «Clean Desk Policy», zu denen viele Manager gehören, stehen auf «total aufgeräumt». Dadurch mag das Grossraumbüro zwar präsentabler aussehen. Doch wenn es um die Produktivität der Arbeiter geht, ist diese Strategie ein Flop.

Forscher der Universität von Groningen haben getestet, wie Menschen in chaotischen Umgebungen funktionieren. Sie liessen die Probanden unter anderem an einem überhäuften Schreibtisch arbeiten.

Fazit: Je grösser das Chaos, desto einfacher und klarer wurden die Studienteilnehmer in ihrem Denken. Sie zeigten mehr Kreativität in Sachen Problemlösung und arbeiteten effizienter. Gemäss den Forschern liegt das daran, dass ein Durcheinander den Menschen dazu zwingt, besser zu fokussieren und genauer zu denken.

Der Effekt zeigte sich übrigens vor allem bei Leuten mit konservativer politischer Einstellung. Die Forscher glauben, dass liberalere Menschen sich in einem Chaos per se besser zurecht finden.


Verrückt sind die Normalen.

Dienstag, 10. Januar 2012

In der Welt ist heute eine Artikel erschienen, der das Genie mal wieder in die Nähe des Wahnsinns rückt.
Diese zwei Studien fand ich ganz interessant:

Studie 1:

Bereits in den 1980er-Jahren stellte die amerikanische Neurowissenschaftlerin Nancy Coover Andreasen fest, dass 80 Prozent der Mitglieder des renommierten literarischen Instituts Iowa Writers Workshop unter Stimmungsschwankungen litten. Das Risiko der Schriftsteller für manisch-depressive Erkrankungen war vier Mal höher als das der Kontrollgruppe. 30 Prozent versuchten, ihre unausgeglichene Psyche durch Alkohol ruhigzustellen und verfielen der Sucht.

Studie 2:

Es gibt viele Einflussfaktoren, die bestimmen, auf welcher Seite des schmalen Grats zwischen Kreativität und Geisteskrankheit man steht. Das beschreibt die Professorin für Psychologie und Kreativitätsforschung, Shelley Carson von der Harvard University, Massachusetts, in einer aktuellen Übersichtsstudie im “Canadian Journal of Psychiatry”. Außergewöhnlich kreative Menschen teilten mit psychisch Kranken ihre Unbefangenheit und Neugier. Ihre Gehirne ähnelten sich, so Carson: Sie wiesen außergewöhnliche Verbindungen von neuronalen Netzwerken auf. Das beschreiben auch die Forscher um Rex E. Jung von der University of Albuquerque, New Mexico, im Fachmagazin “PLoS ONE”. Bestimmte Strukturen der weißen Substanz seien ähnlich aufgebaut. Das spräche für einen fließenden Übergang zwischen Schaffenskraft und Wahn.


Die 95/5 Regel.

Sonntag, 08. Januar 2012

„Mindestens 95 Prozent meiner Songs sind für die Tonne“, sagte Chris Martin von Coldplay in einem Interview mit der BILD.

Das sollte doch gleich mal alle Kreative ermutigen, nicht gleich mit den ersten 10 Ideen zufrieden zu sein!


Das Denkvermögen sinkt mit dem Alter.

Sonntag, 08. Januar 2012

Kreativität korreliert mit den geistigen Fähigkeiten und mit dem logischen Denken. Daher ist die folgende Studie, die der Spiegel kürzlich veröffentlicht hat, für das Thema Kreativität und Innovation sehr relevant:

In einer Langzeitstudie mit 7390 Teilnehmern haben britische und französische Forscher untersucht, wie sich verschiedene kognitive Fähigkeiten von 45- bis 70-Jährigen binnen zehn Jahren verändern. Die Probanden haben in dieser Zeit dreimal an Tests teilgenommen. Dort sollten sie unter anderem in einer Minute alle Tierarten aufschreiben, die ihnen einfallen. In einer weiteren Minute galt es, so viele Wörter wie möglich zu notieren, die mit einem “s” beginnen – um die Sprachkompetenz zu testen. Das Denkvermögen wurde mit Rechenaufgaben und Logikfragen geprüft.
Selbst bei den jüngsten Teilnehmern beobachteten die Forscher, dass Denkvermögen, Gedächtnis und Sprachkompetenz während des zehnjährigen Untersuchungszeitraums abgenommen haben. Bei den älteren Probanden schwanden die Fähigkeiten allerdings stärker als bei den jüngeren, schreiben die Forscher im “British Medical Journal”.

Ein Beispiel: Männer und Frauen, die am Anfang der Studie 45 bis 49 Jahre alt waren, schnitten beim Denkvermögen-Test nach zehn Jahren um 3,6 Prozent schlechter ab als zu Beginn. Bei den Männern, die beim ersten Test bereits 65 bis 70 Jahre alt waren, sank die Leistung in einem Jahrzehnt um 9,6 Prozent, bei Frauen um 7,4 Prozent.


Prosit Neujahr: Alkohol steigert die Kreativität.

Freitag, 30. Dezember 2011

(via Freie Presse :) )

Dichter und Denker wie Goethe oder Hemingway haben schon immer ihre Kreativität mit Hochprozentigem auf Touren gebracht. Alkohol hat eine gefäßerweiternde Wirkung, das Gehirn wird stärker mit Blut versorgt. Aber auf die richtige Dosierung kommt es an: Wissenschaftlich belegt ist der Kreativschub bislang nur bei zwei Glas Wein täglich und vor allem für Frauen. Mehrere Studien zeigten, dass die Geistesleistungen von Frauen, die diese Menge tranken, etwa zweieinhalbmal besser sind als die von Abstinenzlerinnen. Bei Männern stellte man bisher zwischen Alkoholkonsum und Kreativitätssteigerung nur geringe Zusammenhänge fest.


Kreative Menschen sind die besseren Betrüger.

Mittwoch, 30. November 2011

Kreative Menschen haben weniger Hemmungen zu betrügen, so eine Studie amerikanischer Forscher der Harvard University in Zusammenarbeit mit der Duke University. Offenbar nimmt die Bereitschaft zu schwindeln zu, je kreativer ein Mensch ist. Dieser könne seine Taten schließlich einfacher erklären und somit kleine Unwahrheiten besser vertuschen.
Für ihre Studie testeten die Forscher ihre Probanden zunächst auf deren Intelligenz und Kreativität. Anschließend wurden ihnen Fragebögen ausgeteilt, auf denen die Studienteilnehmer Wissensfragen beantworten und ankreuzen mussten. Alle Teilnehmer hatten dabei die Möglichkeit, zu betrügen und ihr Ergebnis zu beschönigen. Als Anreiz diente eine finanzielle Vergütung, die mit der Anzahl der richtigen Stimmen stieg.
Das Ergebnis zeigte, das die kreativen Testpersonen eher bereit waren zu schwindeln, als genauso intelligente, aber weniger kreative Probanden. Kreativität helfe nicht nur, schwierige Aufgaben besser zu lösen, sondern sei vor allem hilfreich, einfallsreichen Ausreden zu erfinden, so die Wissenschaftler.

(via)


Wie man seinen Kunden beweist, dass ein enges Timing ein Kreativitätskiller ist.

Montag, 07. November 2011

Wunderschönes Video:


Bürofreundschaften beflügeln die Kreativität.

Dienstag, 01. November 2011

Heute was Interessantes aus der Zeit:

Eine Befragung der WirtschaftsWoche unter Mitarbeitern der Targobank in Düsseldorf passt ins Bild: Freundschaft am Arbeitsplatz ist für alle ein Thema, unabhängig von Alter, Geschlecht und Position. Wer mit seinen Kollegen auf derselben Wellenlänge liegt, hat nicht nur mehr Spaß bei der Arbeit. Auch von Vorteilen wie einander “den Rücken stärken”, “mehr Hilfsbereitschaft” und damit “effizienterem Arbeiten” ist die Rede.

Tatsächlich bestätigt die Organisationspsychologie, was der Einzelne im Berufsalltag erlebt: Büro-Freundschaften sind gut fürs Business. Motivierter, engagierter und ausgeglichener seien betroffene Mitarbeiter, resümiert das Gallup-Institut. Eine aktuelle Studie der Universität von Tel Aviv kommt sogar zu dem Ergebnis, dass solche Freundschaften die Kreativität beflügeln. Gute Beziehungen erhöhen das individuelle Sicherheitsgefühl – und deshalb gehen Mitarbeiter eher neue Wege.