29 WAYS TO STAY CREATIVE from TO-FU on Vimeo.
Jung von Matt hat beim diesjährigen ADC den Grand Prix mit ihrer Arbeit “wwf” gewonnen. Der Chefkreative Armin Jochum hat hierzu ein sehr schlaues Interview in der w&v gegeben und erklärt wie kreative Ideen in der Werbebranche entstehen.
Hier ein Ausschnitt:
Wie fördern Sie in der Agentur das kreative Denken?
Da sind wir ganz offen. Manche Mitarbeiter gehen raus, denken im Café nach. Andere nutzen die zahlreichen, stillen Denkzellen bei uns. Kreativität kann man in gewisser Weise strategisch planen, aber man kann sie nicht verordnen. Sie brauchen ein Urvertrauen in ihre Mitarbeiter, dass diese ihre Herausforderung ernst nehmen. Als Kreativchef ist es meine Aufgabe, diesen Menschen Flügel zu verleihen. Es gehört zur DNA von Jung von Matt, sehr kreativ zu sein. Wir sind außerordentlich ehrgeizig dabei. Unser heimlicher Antrieb lautet: “Wir bleiben unzufrieden.” Aber man darf nicht zu lange auf eine Idee warten oder auf ein Marien-Wunder hoffen. Ich bin ein ungeduldiger Mensch.
Und hier der Film:
Neues von der Designerin Holly Palmer. Sie hat die Thought-Box entwickelt. Ein Helm, der hilft abzuschalten, um so den Gedanken freien Lauf zu lassen.
Natürlich völliger Humbug. Aber auch irgendwie lustig. Dann aber auch wieder viel zu teuer.
Hier die Selbstbeschreibung:
The Thought Box is an original and curious piece of furniture that promotes mental efficiency in the user. For convenience, it has been built in to fit beneath the Thought Stool when not in use. To experience the Thought Box, you simply lift up the seat by the handle, thus freeing the unit. Then sit on the stool and place the box on your head. It is intended as a personal space in which to simply think, using sensory deprivation to exclude the outside world. The Thought Box comes complete with ear plugs and 5 interchangeable (and washable) filters.
The five coloured filters included are…
White – Gives time and space to reflect.
Yellow – Uplifting, associated with the intellectual side of the mind.
Pink – Emotionally soothing and calming.
Blue – Inspires control, clarity and creativity.
Black – Associated with silence and the infinite.
Each color creates a different mood as the light passes through the filter and reflects up inside the box
Wenn ich mich an ein großes Learning in meinen Junior-Jahren bei Jung von Matt erinnern kann, dann war das folgender Satz meiner damaligen Kreativdirektoren (Dörte Spengler-Ahrens und Jan Rexhausen):
“Henning, es reicht nicht nur gute Ideen zu haben. Jeder hat gute Ideen. Du musst deine Ideen auch umsetzen. Du musst deine PS auf die Straße bringen.”
Der Satz ist so wahr.
Ich kenne so viele Menschen, die viel zu viel Zeit damit verschwenden, immer wieder neue Ideen zu generieren. Das wirklich schwierige hingegen ist jedoch Ideen umzusetzen. Eine Idee zu generieren kann manchmal nur eine Sekunde dauern. Die Idee dann umzusetzen kann Jahre dauern. “Nicht umgesetzte Ideen” ist meiner Meinung nach fast gleichzusetzen mit “keine Ideen haben”. Und wer immer nur Ideen hat, aber keine umgesetzt oder produziert bekommt, verdient zurecht den Titel “das ewige Talent”.
Anbei ein wunderschöner Film von TED, der uns alle ermutigen sollte zu machen und nicht nur zu denken:
Im Handelsblatt wurden heute interessante Geheimnisse aus der Ikea-Welt verraten. Unter anderem auch wie die Designer dort auf ihre Ideen kommen. Und offensichtlich ist es bei Ikea so, dass vor allem der Perspektivwechsel gefördert wird. Hier eine Zusammenfassung und ein kleiner Ausschnitt:
Der weltgrößte Möbelkonzern Ikea beschäftigt mehrere hundert Designer, die sich regelmäßig zum Kochen treffen.
Die Ikea-Entwickler verbringen zusammen mit einer ganz normalen Familie einige Stunden in der Küche, um etwaige Defizite bei Produktentwicklungen zu identifizieren.Ergebnis eines solchen Kochabends: zum Beispiel kleine Handtuchhäkchen über Küchenschranktüren.
Eine weitere Quelle der Inspiration sind auch die drei von Ikea gebauten Testwohnungen in Älmhult. Dort können sich die Designer richtig ausleben. So wurden dort zum Beispiel extrem schmale Klobürsten entwickelt, die in jede noch so kleine Ecke hinter der Toilette passen.
Besondere Kreativität wird bei Ikea nicht extra belohnt, denn das gehört zu den normalen Arbeitsaufgaben. Allerdings startet der Konzern Ideenwettbewerbe, an denen sich alle Mitarbeiter beteiligen können. Flache Hierarchien und Duzen gehören beim Möbelriesen wie bei fast allen nordeuropäischen Konzernen zum Alltag, ebenso wie Fitnessräume, Massagestühle und Fruchtkörbe. Die werden einmal täglich kostenfrei geliefert. Und wenn den Profis einmal gar nichts mehr einfallen will, berufen sie ganz schnell einen neuen Kochabend ein irgendwo in der großen Ikea-Welt.
Mit der Kreativitätstechnik “The Fun Theory”! Hier mal wieder ein wunderbares Beispiel von der Airline Cebu Pacific.
Anbei ein ziemlich genialer Artikel, den ich heute auf www.karriere.de gelesen habe.
Zuerst wird in dem Artikel über die 15%-Regelung bei 3M gesprochen:
Bernd Kühneweg ist Produktentwickler beim Mischkonzern 3M in Neuss. Jahrelang tüftelte der Chemiker ebenso verbissen wie vergeblich an einer Erfindung, mit der sich Glasscheiben imprägnieren lassen. Eines Tages hatte er die Lösung: ein silikonhaltiger Stoff namens Scotchgard Protector. Der wird auf Glas aufgetragen, etwa Fensterscheiben oder in Duschkabinen, und sorgt acht Monate lang für den sogenannten Lotuseffekt – das Wasser perlt dann auf dem Glas ab wie auf der gleichnamigen Pflanze. Das Erstaunliche ist nicht, dass ein Mitarbeiter des Konzerns eine weitere Innovation erfunden hat, sondern dass er es in seiner Freizeit tat: Jeder der 75.000 3M-Angestellten weltweit darf etwa 15 Prozent seiner Arbeitszeit für eigene Projekte nutzen.

Jeder kennt die lustigen Filme, die VW für ihre “The fun theory”-Kampagne gemacht hat. Die wenigsten wissen aber auch, dass die “Fun theory” eine äußerst effektive Kreativitäts- & Innovationstechnik ist. Folgende Probleme/Fragestellungen lassen sich beispielsweise mit der “Fun Theory” lösen:
Für mittelständische Firmen:
-Wie schafft es unser Unternehmen, dass alle Mitarbeiter pünktlich um neun anfangen zu arbeiten?
-Wie schafft es unser Unternehmen, dass alle Mitarbeiter pünktlich zum Monatsende die Zeiterfassung ausfüllen?
Für U-Bahn-Betriebe:
-Was kann man tun, dass U-Bahn-Reisende nicht ihre Füße auf den Sitzflächen ablegen?
Für Sozialdienste:
-Was kann man tun, um die Spendeneinnahmen in den Spendendosen zu erhöhen?
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