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Blog über Kreativität, Kreativitätsforschung und Innovationskultur

Archiv für die Kategorie ‘Diversity Management’

Warum die Bewerbungsportale der großen Firmen ungeeignet sind innovative Mitarbeiter zu finden.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Seit eineinhalb Jahren wohne ich nun in München. Meine Frau und meine Tochter zogen vor wenigen Monaten nach. Und natürlich begann eine spannende Zeit für meine Frau. Denn sie hatte ihren Job in Hamburg gekündigt und wollte sofort einen neuen in München finden. Das hat sie auch mittlerweile längst. Und sie ist sehr glücklich.
Während der Bewerbungsphase jedoch musste sie sich immer wieder mit den Bewerbungsportalen der großen Markenunternehmen im Internet auseinandersetzen. Denn für alle die das nicht wissen: Bewerbungsunterlagen kann man heute schon lange nicht mehr offline einsenden. Das geht heutzutage ALLES online.

Und da mussten wir schon staunen!
Selten haben wir erlebt wie manche Firmen jeglichen kreativen Spielraum der Bewerber absichtlich kleinhalten wollen. Wirklich schlimm ist es bei den richtig großen Unternehmen: hier wird offensichtlich nicht nach kreativen und innovativen Mitarbeitern gesucht, sondern nach Menschen, die sich am besten in ein Schema pressen wollen.

Anbei einige erstaunliche Anektdote meiner Frau während des Bewerbungsprozess:

Vor ein paar Monaten zog ich meinem Mann hinterher nach München. Ich freute mich sehr auf den Umzug, den Tapetenwechsel und vor allem auf ein neues Unternehmen. Entschieden kündigte ich bei meinem langjährigen Arbeitgeber – ein großer internationaler Kosmetikartikelhersteller aus Hamburg. Ich war sehr optimistisch eine attraktive Marketing- oder Produktmanagementposition in München zu finden. Hat die Stadt doch den Ruf einer Wirtschaftsmetropole der ständig Fachkräfte ausgehen. Meine positive Einstellung kam nicht zuletzt auch daher, dass ich mich selbst als sehr flexibel und offen einstufte. Welche Branche? Da bin ich ganz offen. Warum nicht zum Beispiel Online-Marketing ausprobieren (bei Amazon?) oder in die bisher unbekannte Welt der Fashion einsteigen (Timberland? Triumph?). Eventmarketing würde mich auch reizen (bei BMW oder Rodenstock). Ich träumte mich in die Welt der unbegrenzten Jobeinstieg-Möglichkeiten hinein und war bereit einiges in Bewegung zu setzen. Grenzen Sprengen, das Ganze kreativ angehen, Neues ausprobieren, darauf hatte ich richtig Lust!

Im World Wide Web fand sich rasch eine Fülle an interessanten Anzeigen. Mein Elan bekam einen spürbaren Bremser als ich festgestellt hatte, dass man sich bei jedem Unternehmen als Bewerber registrieren musste. Dabei musste man seitenweise Online-Formulare ausfüllen, Bewerbungsunterlagen uploaden, etc. Selbstverständlich habe ich mich mit jedem Unternehmen intensiv auseinander gesetzt, ein individuelles Anschreiben war ein absolutes Muss. Es dauerte trotzdem locker 2 Stunden pro Bewerbung meine Schuljahre, 10 Jahre zurück liegende Praktika und weitere Details wieder und wieder in der für die HR-Beamten richtigen Reihenfolge in die Bewerbungsportale einzuhacken. Meine Kreativität und Individualität wurde in einen Rahmen gepresst.

Das Einhacken hat sich jedoch gelohnt – zahlreiche Einladungen für Gespräche flatterten ins Haus. „Haben Sie Erfahrungen im Trade Marketing?“ – fragte man mich in einem der ersten Gespräche. „Nein, noch nicht direkt, aber genau deshalb möchte ich da hin! Ausserdem habe ich Erfahrungen in den X, Y, Z Marketing-Bereichen und habe mit Trade Marketing Abteilung eng zusammen gearbeitet“. „Hm“.

„Diversity ist für unser Unternehmen von großer Bedeutung“ – dieser Satz in der Anzeige eines Yoghurt Herstellers hörte sich sehr gut an. Weniger gut klang dann die Absage: „Sie haben beeindruckende Qualifikationen, aber wir haben uns für einen Kandidaten aus dem Food-Bereich entschieden.“ Liebe Unternehmen, was ist mit „Diversity“, „Quereinsteigertum“ und somit mit Kreativität und Innovation? Schnell wurde mir klar, die Branche oder den Marketing-Bereich zu wechseln wird nicht so einfach sein, wie gedacht.

Weitere überraschende Seiten zeigten einige renommierte Unternehmen in puncto Unflexibilität und Trägheit. Ein führender Leuchtmittelhersteller meldete sich erst 1,5 Monate nach dem Einreichen der Bewerbung, das Gespräch fand noch einen Monat später statt, für die Entscheidung wollte man sich satte zwei Monate Zeit nehmen. „Denen rennen doch alle Spezialisten weg“ – dachte ich mir insgeheim. Und auch mich konnten sie nicht gewinnen – das ging mir alles viel zu langsam.

Bei meinem neuen Arbeitgeber ging Gott-sei-Dank alles sehr schnell. Es ist wieder ein internationaler Kostmetikhersteller geworden, allerdings habe ich den Marketing Bereich gewechselt.

Liebe Unternehmen, liebe HR- und Fachbereichentscheider, wenn es in Deutschland bald tatsächlich so kommt, wie es prophezeit wird, wenn der große Fachkräftemangel wirklich im Anmarsch ist, dann müsst auch ihr in der Zukunft kreativer, flexibler und offener für Neues werden! Diversity nutzt nur dann was, wenn es nicht als Schmuckstück in der Unternehmensphilosophie missbraucht wird. Der nächste Topbewerber kommt schneller als ihr denkt – aber ihr werdet ihn nicht bekommen, wenn eure HR-Leute nur Online-Formulare lesen können und erst nach sechs Wochen sich melden.


Warum Deutsche und Franzosen gemeinsam keine kreativen Ergebnisse liefern können.

Donnerstag, 08. September 2011

In Psychologie-aktuell wurde heute folgendes veröffentlicht.

Dr. Viviane Winkler (Universität Bayreuth) hat in empirischen Fallstudien Chancen und Risiken multikultureller Kooperationen untersucht. Ihrer Meinung nach birgt Diversity Management auch jede Menge Sprengstoff. Hier die Zusammenfassung des Artikels:

In einem deutsch-französisch-spanischen Projekt fand Winkler z.B. nur eine Person, die mit der Zusammenarbeit wirklich zufrieden war. Die anderen Mitglieder kritisierten unterschiedliche Erwartungen an die Partizipation von Entscheidungsprozessen und Zielkonflikte. Die Machtfrage wurde krass unterschiedlich gewertet. Die deutschen Teilnehmer versuchten, die Geschicke des Projekts zu beeinflussen, doch der französische Projektleiter dezidierte: “Für die Entscheidung gibt es eine klare Hierarchie.”

“Nicht nur Entscheidungen wurden direktiv gefällt, ebenso wurde der Zeitplan von der französischen Plattform vorgegeben. Hierdurch kam es zu Unstimmigkeiten, da die Zeitvorstellungen der Plattform unrealistisch waren. Die unterschiedlichen und unstimmigen Vorstellungen zur Einbindung der Teammitglieder in den Entscheidungsprozess hatten starke negative Auswirkungen … u.a. Machtkämpfe innerhalb der Gruppe.”

Teammitglieder mit geringer Machtdistanz, die von einer Führungskraft mit hoher Machtdistanz autoritär geführt werden, versuchen, ihre verlorene Macht und ihren zurückgesetzten Status wiederzuerlangen. Zum Repertoire dieser Versuche gehören u.a. Formen passiver Aggression, z.B. verdeckte Arbeitsverweigerung, gespielte Inkompetenz, Verzögerungen, Desinformationen, berichtet Viviane Winkler.

Hinter der Problematik stehen grundsätzliche kulturelle Unterschiede der Machtdistanz: In romanischen Ländern, z.B. Frankreich, herrscht eher eine hohe Machtdistanz – d.h. ein rigide autoritäres Denken. In nordeuropäischen Ländern wie Deutschland gilt eine eher geringe Machtdistanz, d.h. ein möglichst partizipativer Führungsstil mit demokratischen Elementen.

Daher entstehen neue Probleme, wenn eine deutsche liberale Führungskraft versucht, französische Mitarbeiter auf gleicher Augenhöhe in Entscheidungen einzubeziehen …

Viviane A. Winkler: Auswirkungen kultureller Diversität in multikulturellen Innovationsteams auf den Innovationsprozess.
Pabst, Lengerich/Berlin 2011, 284 Seiten, ISBN 978-3-89967-720-1

Na immerhin verstehen diese beiden sich:


Die Effekte guten Diversity-Managements: höhere Kreativität.

Donnerstag, 12. Mai 2011

Interessanter Artikel aus der FTD zu Diversity Management:

Jedes Jahr werden etwa 21 Mrd. Euro verschenkt durch mangelhaftes Vielfalts- und Einbeziehungsmanagement.

Denn: Die Personalbeschaffungs-, Aus- und Weiterbildungskosten für einen neuen Mitarbeiter belaufen sich derzeit auf durchschnittlich 52.000 Euro. Bei jährlich mehr als 2 Millionen Arbeitnehmern, die ihren Arbeitgeber wechseln, summiert sich das Einsparpotenzial für die deutsche Wirtschaft schnell auf zweistellige Milliardenbeträge.
Kompetenzen einbeziehen
Die Effekte guten Diversity-Managements sind oft untersucht worden: höhere Kreativität, Zugang zu neuen Märkten und Investitionsmitteln, besseres Arbeitgeberimage, höhere Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt, so Carolin Griese-Michels von Roland Berger.

Also liebe Personaler! Immer schön die Unterschiedlichkeit fördern, dann kann man auch noch eine Menge Geld sparen und noch innovativer werden.

Jokes.com
Shaun Majumder – Diversity
comedians.comedycentral.com
Jokes Joke of the Day Funny Jokes

Diversity Management im Fahrstuhl.

Freitag, 22. April 2011

Heute habe ich eine schon etwas ältere w&v (Nr. 23/ vom 10. Juni 2010) entdeckt. Ab Seite 40 gibt’s interessante Anleitungen zu einer effizienten Innovationskultur.
Die Werbeagentur Nordpol hat ein richtig tolle Idee. Damit gewährleistet ist, dass die Kreativen nicht nur unter den Kreativen und die Berater nicht nur unter den Beratern bleiben, hält der Fahrstuhl nur im vierten Stock. Und da sitzt die Beratung. Die Kreativen müssen jetzt die Treppe in den dritten Stock nehmen. Somit ist garantiert, dass am Aufzug sich alle treffen. Dort finden dann Austausch, Diskurs und “Reibereien” statt und keine Gruppe bleibt unter sich.
Ein prima Beitrag “Diversity Management” zu fördern.

Anbei der wohl berühmteste Werbespot von Nordpol:


Facebook setzt sich für seine homosexuellen Mitarbeiter ein.

Sonntag, 02. Januar 2011

Heute wurde ein vorbildliches Diversity-Management-Tool von Facebook bekanntgegeben.
Homosexuelle Verheiratete haben in den USA nämlich immer noch finanzielle Steuer-Nachteile. Und die werden jetzt von Facebook beglichen.
Warum?
Facebook weiss, dass Homosexuelle ein unglaubliches kreatives Potential haben. Viele Studien belegen das immer wieder. Mit solchen Angeboten will Facebook die Schwulen & Lesben locken, fördern und vor allem halten.

Das US-Unternehmen Facebook wird ab kommendem Jahr für die Steuernachteile von homosexuellen Mitarbeitern aufkommen, die ihnen aufgrund der gesetzlichen Definition der Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau entstehen. Gleichgeschlechtliche Paare dürfen zwar in 15 der 50 US-Bundesstaaten heiraten oder sich verpartnern, allerdings werden diese Beziehung aufgrund des 1996 beschlossenen Gesetzes zur Verteidigung der Ehe auf Bundesebene nicht anerkannt. Dies hat für die Betroffenen klare finanzielle Nachteile: Facebook bietet etwa freiwillig eine kostenlose Krankenmitversicherung der Partner von homosexuellen Angestellten an – doch anders als bei heterosexuellen Eheleuten wird diese Versicherung voll auf die Bundeseinkommenssteuer angerechnet. Das kostet verpartnerte bzw. verheiratete schwule und lesbische Mitarbeiter jährlich mehr als 1.000 Dollar an zusätzlichen Steuern. Facebook ist nicht das einzige US-Unternehmen, das homosexuellen Mitarbeitern auf diese Weise unter die Arme greift: Cisco, Kimpton Hotels und die Bill & Melinda Gates Foundation ersetzen ebenfalls ihren Angestellten die Verluste aus der ungleichen Behandlung bei der Einkommensteuer.

Bravo! Bravo! Bravo!


Katholische Kirche vs. Diversity Management.

Dienstag, 09. November 2010

Fünf anglikanische Bischöfe sind einer Einladung von Papst Benedikt XVI. gefolgt und sind jetzt ordentliche Priester in der katholischen Kirche.
Warum?
Aus Verärgerung über die Berufung von Frauen in hohe Kirchenämter verlassen sie die anglikanische Kirche. Und die Katholiken empfangen sie mit offenen Armen – sogar wenn sie verheiratet sind.

Da wird einem doch richtig schlecht!

Ich hab ja gar nichts gegen Katholiken – aber dieses verlogene und verklemmte Frauenbild von manchen anglikanischen und katholischen Priestern ist echt zum Heulen.

Anbei ein Video eines völlig durchgeknallten Katholiken aus Amerika, der dort in allen Medien gerade richtig für Furore sorgt:


It’s great to be gay!

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Der “Bundesverband schwuler Führungskräfte” hat laut taz wieder einmal “den “Max-Spohr-Preis” verliehen.

Die “Gay Managers” würdigen mit dem deutschlandweit einmaligen Preis in diesem Jahr gleich zwei Unternehmen, die sich in “herausragender Weise” dem Thema “Vielfalt” widmen und insbesondere Projekte zur Förderung ihrer schwulen und lesbischen MitarbeiterInnen unterstützen – die Commerzbank und IBM.

Für “IBM Deutschland” nahm Dieter Scholz, Geschäftsführer Personal, die Auszeichnung entgegen:

„Seit vielen Jahren setzt sich IBM in zahlreichen Projekten und Initiativen sehr erfolgreich für ein respektvolles Miteinander im Unternehmen ein. Der Max-Spohr-Preis ist eine wunderbare Bestätigung unserer Arbeit und auch Ansporn, in den Anstrengungen auf einem so wichtigen Gebiet nicht nachzulassen.“

Auch Albert Reicherzer (Abt.Human Resources, Commerzbank) war ziemlich begeistert:

„Wir engagieren uns mit einem nachhaltigen Diversity Management für ein wertschätzendes Arbeitsumfeld, in dem jeder volle Leistung bringen kann.“ So entstünden Arbeitsfreude und Motivation – wichtige Voraussetzungen für den Unternehmenserfolg der Commerzbank.


Do not fit in!

Samstag, 23. Oktober 2010

Präsident Obama hat eine richtig coole Rede an die Nation gehalten. Dabei unterstreicht er mit ganzem Herzen den Diversity-Gedanken. Er bezieht sich natürlich nicht auf Diversity Management in Unternehmen – trotzdem wird durch die Rede mal wieder klar, wie wichtig es in einer Kultur ist, die “Unterschiedlichkeit” zu fördern. Sie ist das Salz in der Suppe einer starken Gesellschaft. Und macht erfolgreiche Unternehmen erst richtig innovativ.


Komm nach Deutschland.

Montag, 18. Oktober 2010

Passend zur aktuellen Integrationsdebatte und Sarrazin-Diskussion wurden kürzlich in der Welt am Sonntag diverse Werbemotive geschaltet, die Ausländer dazu ermutigen sollen, nach Deutschland zu ziehen – um hier nämlich kräftig mit anzupacken. Die folgenden Werbemotive von der Werbeagentur Serviceplan (in der auch ich neuerdings arbeite) haben mir besonders gefallen. Sie beweisen auf charmante Weise, dass nur mit Ausländern eine effektive Innovationskultur zu etablieren ist und dass Deutschland ein Land ist, in dem Diversity Management wirklich gelebt wird.

CCO: Alex Schill
ECD: Christoph Everke
Art: Sascha Franz
Text: Tobias Blineder, Katrin Tewes,Tim Strathus


16 der DAX-30-Unternehmen betreiben aktiv Diversity Management.

Sonntag, 01. August 2010

Diversity-Managemenmt erhöht die Kreativität der Mitarbeiter und steigert die Innovationskraft des Unternehmens. Hierzu gibt es viele Studien. Die aktuellste wurde jetzt in der WIWO veröffentlicht. Der Artikel bringt interessantes ans Tageslicht:

16 der DAX-30-Unternehmen betreiben inzwischen aktiv sogenanntes Diversity Management, so eine Studie von Synergy Consult. Im Fokus dabei: die Geschlechter- und Altersstruktur der Mitarbeiter.

Noch 2007 stellte eine Studie der Bertelsmann Stiftung fest, dass nur in 42 Prozent der deutschen Unternehmen Diversity Management betrieben wurde. Zum Vergleich: Zu dem Zeitpunkt engagierten sich bereits 77 Prozent der europäischen und 92 Prozent der amerikanischen und britischen Unternehmen auf diesem Gebiet.

Schon aufgrund des demografischen Wandels und der zunehmenden Internationalisierung sind deutsche Unternehmen heute allerdings zunehmend gezwungen, alle verfügbaren Arbeitskräfte möglichst effektiv zu nutzen. So steigt etwa die Zahl der Frauen auf den Arbeitsmarkt kontinuierlich: Lag die Erwerbstätigenquote der Frauen im Jahr 1996 noch bei 55,2 Prozent, so ist sie bis 2008 bereits auf 64,8 Prozent angestiegen.

Die Kompetenzen der Diversity Manager unterscheiden sich angeblich erheblich: Die Bandbreite reicht von einem Referenten im Personalbereich wie bei Allianz oder Metro bis hin zur einem Global Manager, der direkt an den Vorstand berichtet wie etwa bei BASF, Henkel und Siemens.

Diversity-Management soll ja in erster Linie die “Andersartigkeit” schützen. Dahinter stecken nicht nur gesetzliche, soziale und gutmenschliche Interessen, sondern auch knallharte Eigeninteressen. Verschiedene Menschen und Kulturen fördern das “differenzierte Denken”, ja und manchmal sorgen sie sogar für Reibung – und Reibung führt oft zu mehr Kreativität. Menschen die “anders” sind als die Mehrheit der Belegschaft fühlen sich oft nicht akzeptiert von der “Masse” – manchmal fühlen sie sich sogar gedisst und gemobbt. Bis heute gibt es beispielsweise keinen bekennenden Schwulen in den Dax-Vorständen oder bei den Top-Fußballclubs.

Anbei ein Film über ein kleines Städtchen in Amerika, dass die “Andersartigkeit” von kleinen Nagern besonders akzeptiert und sogar fördert – und es sogar zum Markenzeichen gemacht hat. Ein wunderbares Beispiel von “Diversity-Management” in einem sozialen Netzwerk: