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Blog über Kreativität, Kreativitätsforschung und Innovationskultur

Archiv für Februar 2010

Mach deinen Müll zu Geld.

Sonntag, 28. Februar 2010

Heute noch einmal etwas über den Fun Theory Award und der Innovationsmethode dahinter. In der dazugehörigen Kampagne von DDB gibt es einen Spot in dem Menschen Müll in einen Papierkorb werfen und der Papierkorb dazu zur Belohnung lustige Geräusche macht. Im Süddeutsche Magazin kann man jetzt nachlesen, dass es die Idee, für seinen produzierten Müll belohnt zu werden, schon lange gibt. Hier ein Ausschnitt aus dem Interview mit dem Amerikaner Ron Gonen:

SZ:
Respekt, Herr Gonen, Sie haben die Amerikaner dazu gebracht, ihren Müll zu trennen.

Ron Gonen:
Na ja, nicht alle. Aber immerhin haben wir unsere Container schon an 700 000 Haushalte verteilt, etwa in Chicago, Los Angeles, Philadelphia, Houston. Für nächstes Jahr peilen wir zwei Millionen an.

SZ:
Was ist das Neue an Ihrem System?

Ron Gonen:
Meine Idee war es, die Menschen zu belohnen, wenn sie ihren Müll trennen. Wer seinen Container regelmäßig vollmacht – sei es mit Papier, Plastik, Glas oder Aluminium – erhält bis zu 30 Dollar pro Monat.

SZ:
Bar auf die Hand?

Ron Gonen:
Nein, die Summe wird in Form von Punkten gutgeschrieben. Mit den Punkten kann man in allen möglichen Geschäften zahlen, etwa bei Starbucks oder Ikea. Oder im Internet, auf Ebay zum Beispiel.

SZ:
Wieso belohnen Sie das Trennen von Müll?

Ron Gonen:
Liegt doch auf der Hand: Der Müll kann dann verkauft und weiterverarbeitet werden. Menschen, die Müll trennen, schaffen also einen Wert.

SZ:
Woher nehmen Sie das Geld, um die Menschen dafür zu bezahlen?

Ron Gonen:
Unsere Firma hat Verträge mit den Städten abgeschlossen. Deponien sind in den USA heute sehr teuer. Wenn eine Stadt weniger Müll zur Deponie bringt, spart sie viel Geld. Von dieser Ersparnis erhalten wir unseren Anteil.


Was Jimi Hendrix kreativ machte.

Samstag, 27. Februar 2010

Jimi Hendrix rauchte und warf mit links, während er mit rechts schrieb, telefonierte und aß. Der Psychologe Stephen Christman von der Uni Toledo hat seine eigene Vermutung, warum Hendrix so ein kreativer Kopf war. Im Fachblatt “Laterality: Asymmetries of Body, Brain and Cognition” sagt er:

Die Beidhändigkeit habe nicht nur Hendrix’ Virtuosentum befördert, sondern sei auch für seine einzigartige Verschränkung von Text und Musik verantwortlich.

(via derstandard.at)


Große Ideen entstehen in kleinen Teams.

Samstag, 27. Februar 2010

Oliver Voss, einer der erfolgreichsten Kreativen Deutschlands, meldet sich nach einem Jahr Pause zurück. In der aktuellen HORIZONT gibt er ein interessantes Interview. Dazu äußert er sich auch über den kreativen Prozess und wie er ihn am liebsten hat. Oliver Voss über Teams:

“Ich habe gemerkt, ich war immer am stärksten, wenn ich nicht mit vielen Departments gearbeitet habe, sondern in kleinen Teams. So sind auch die sehr erfolgreichen Kampagnen für Mini, Ebay und Du bist Deutschland entstanden.”

Und über Briefings:

“Ich bin kein Freund von Briefings. Ich vergleiche das mit einem Besuch beim Arzt. Dem gebe ich auch kein Briefing, sondern sage, wo es weh tut. Dann überlegt er, was zu tun ist. Im übertragenen Sinne sehe ich meine Rolle genauso. Ich will meinen Kunden fragen, wo der Schuh drückt und dann wirksame, kreative Lösungen anbieten.


95 % der Mitarbeiter empfehlen 3M als Arbeitgeber weiter.

Donnerstag, 25. Februar 2010

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hat gestern Abend die Gewinner des Wettbewerbs “Deutschlands Beste Arbeitgeber 2010″ gewürdigt. Ganz vorne auf der Liste konnten sich der Münchener Telekommunikationskonzern O2 Germany, die Techniker Krankenkasse aus Hamburg und der Kölner AXA Konzern platzieren. 3M gehört auch zu den Siegern:

Die Mitarbeiter des Unternehmens genießen besondere Privilegien. Hier gibt es Yoga am Arbeitsplatz und überdurchschnittliches Weihnachtsgeld, künftig will das Unternehmen auch eine Kinderbetreuung aufbauen. Außerdem gibt es Hilfe bei der flexiblen Familienplanung, bei Teilzeitmodellen, bei plötzlichen Pflegefällen in der Familie. Ältere Mitarbeiter, die in den Ruhestand gehen, betreuen jüngere, die nachkommen. Die Fluktuationsrate liegt außerdem unter einem Prozent. 95 Prozent der Mitarbeiter empfehlen 3M als Arbeitgeber weiter.

Im Rahmen von “Deutschlands Beste Arbeitgeber 2010″ unterzogen sich insgesamt 235 Unternehmen aller Branchen, Größenklassen und Regionen einer unabhängigen Bewertung ihrer Qualität und Attraktivität als Arbeitgeber. Übergeordnete Themen waren die Glaubwürdigkeit und Fairness des Managements, die Identifikation der Mitarbeiter und der Teamgeist im Unternehmen. Für die Untersuchung befragte das Great Place to Work® Institute Deutschland über 50.000 Beschäftigte.

(via presseportal.de)

O2 Innovation day from ribot on Vimeo.


Ignore obstacles.

Donnerstag, 25. Februar 2010

Kaum ein anderes Unternehmen legt in seiner Markenkommunikation so viel Wert auf innovatives Denken, Kreativität und Gehirnakrobatik wie THE ECONOMIST. Anbei eine Ansammlung von Plakaten, die ich besonders inspirierend finde.








Innovatives U-Boot aus Russland.

Donnerstag, 25. Februar 2010


Können Konzentration und Gedankenkraft Gegenstände bewegen?

Mittwoch, 24. Februar 2010

Auf der letzten Spielwarenmesse in Nürnberg präsentierte Mattel mit großem TamTam seine “Mindflex”-Maschine. Der Spieler muss sich ein Stirnband aufsetzen, mit dem angeblich seine Hirnaktivität gemessen wird. Mit reiner Willenskraft soll er dann einen Luftstrom regulieren, der einen Ball auf- und absteigen lässt. Im Auftrag des SPIEGEL versuchte ein Gehirnforscher, hinter das Geheimnis von Mindflex zu kommen. Fazit: alles Humbug. Bei Mindflex werden Nutzer psychologisch darauf trainiert, einen Zusammenhang anzunehmen, wo keiner besteht”, so der Gehirnforscher.

Der zugrunde liegende psychologische Trick sei schon seit 1948 bekannt. Damals fütterte der US-Psychologe Burrhus Frederic Skinner Tauben in regelmäßigen Abständen durch einen Automaten. Die Vögel lernten schnell – obwohl es nichts zu lernen gab. Wenn etwa eine Taube zufällig beim ersten Füttern eine bestimmte Körperdrehung vollführt hatte, wiederholte sie diese Bewegung immer wieder. Dann gab es Futter, ganz automatisch – und so verstärkte sich der Reflex wie von selbst. Die Taube verhielt sich so, als könnte sie mit ihren Bewegungen das Futter herbeizaubern. Skinner nannte dieses Verhalten “Aberglauben”. Auch Menschen lassen sich so konditionieren, dass sie eine nicht existierende Wirkung sehen. “Kontroll-Illusion” wird das genannt.

Der folgende Film zeigt allerdings, dass es sehr wohl Experimente gibt, in denen das Gehirn ohne Zutun der Hände etwas steuern kann:


Schlaf ist das beste Gehirndoping.

Dienstag, 23. Februar 2010

(via vienna.at)

Wie wichtig der Schlaf für das Gedächtnis ist, zeigen zwei aktuelle Studien aus den USA. Bei einer durchliefen Probanden mittags einen Merktest, ehe sie teils ein Nickerchen einlegten. Als es um 18 Uhr erneut Gedächtnisaufgaben gab, schnitten die Mittagsschläfer deutlich besser ab und erinnerten sich auch besser an Inhalte des ersten Tests als die Wachbleiber.

“Es scheint als ob das Schlafen den mit Informationen gefüllten Briefkasten des Gehirns leert und dessen Inhalte in einem Ordner verstaut. Erst dadurch schafft man Platz für neue Informationen”, berichtet Studienleiter Matthew Walker von der University of California, Berkeley.


Clinton Sleeps During MLK ServiceFunny video clips are a click away


Die besten Ideen hat man auf dem Klo.

Dienstag, 23. Februar 2010

Viele Kreative wissen: „Die besten Ideen hat man auf dem Klo!“. Das „stille Örtchen“ ist ein Ort der Ruhe und deshalb ein Ort der Kreativität. Das bestätigt auch eine Statistik aus der Schweiz. Nach einer Umfrage der Universität St. Gallen unter Schweizer Ingenieuren haben 76 Prozent ihre Geistesblitze nicht am Arbeitsplatz, sondern im Badezimmer, im Urlaub oder beim Spazierengehen.


Kreativität ist das 7. relevanteste Einstellungskriterium.

Montag, 22. Februar 2010

Das CRF Institute hat eine Studie mit dem Namen “Top Arbeitgeber Deutschland 2009″ veröffentlicht, die besagt, dass 88 Prozent der Arbeitgeber die Persönlichkeit des Bewerbers am entscheidensten finden. Auf Platz 7 befindet sich die Kreativität.

Die TOP 10 der Einstellungskriterien:

1. Persönlichkeit: 88 Prozent
2. Kommunikationsfähigkeit: 73 Prozent
3. Praktische Erfahrungen: 51 Prozent
4. Art & Standort der Hochschule: 43 Prozent
5. Sprachkenntnisse: 27 Prozent
6. Auslandserfahrung/-aufenthalt: 16 Prozent
7. Kreativität: 14 Prozent
8. außeruniversitäres Engagement: 11 Prozent
9. Schul- & Abschlussnoten: 10 Prozent
10. Studiendauer: 3 Prozent