Die ständige Suche nach Reduktion oder das Verlangen, Verschwendung zu minimieren, ist ein Glaubenssatz im kontinuierlichen Verbesserungsprozess, in der Lean Production, in der Toyota Philosophie und es ist sogar ein Tool in der Osborn Checkliste.
Dass Reduzierung ein Hingucker sein kann, aber keinesfalls immer relevant ist, zeigt dieser sehenswerte Spot:
Reduce to the max: das einradige Motorrad.
Neue Studie zum Ideenmanagement in Deutschland.
Hier findet man eine sehr interessante Studie zum Ideenmanagement in Deutschland.
SAP will gezielt Autisten einstellen.
Wow – das nenne ich mal mutiges Diversity Management. In der SZ lese ich gerade, dass SAP gezielt Autisten einstellen möchte. Bis 2020 sollen es ein Prozent der kompletten Belegschaft sein. Momentan hat SAP etwa 65.000 Mitarbeiter.
Und warum will SAP so viele Autisten einstellen?
Weil sie hochintelligent, detailverliebt und perfektionistisch sind, so der Konzern.
Klasse Idee!!!
Ist man im Dunkeln kreativer?
Zurzeit macht eine interessante Studie die Runde: Forscher der TU Dortmund haben offensichtlich herausgefunden, dass man im Dunkeln kreativer ist.
Der Grund: im Dunkeln sehen die Teammitglieder nicht die Gesichtsausdrücke und Körperhaltungen der anderen Teilnehmer. Deswegen haben sie weniger Angst, sind mutiger. Sie fürchten sich weniger vor Ablehnung, haben deshalb mehr Spaß am Ausdenken und sind eben, wie die Forscher meinen: kreativer.
Was mich an solchen Studien immer wieder wundert: wie die Forscher bei diesen Experimenten Kreativität messen. In diversen Artikeln ist zu lesen, dass die Probanden Assoziationsübungen wie in der achten Klasse machen mussten. Oder sich überlegen mussten, was man alles mit Zeitungen anstellen kann.
Das alles hat herzlich wenig mit Kreativität zu tun. Das sind irgendwelche Spaßübungen. Würde man intensive Forschungen betreiben, wo und wann die genialsten Ideen entstanden sind, würde man herausfinden, dass sie ganz sicher nicht im Dunkeln entstanden sind.
Die ZEIT selbst hat erst kürzlich solche Forschungsergebnisse analysiert und kritisiert.
Im Übrigen gibt es in der internationalen und mobilen Business-Welt jede Menge Brainstormings, die im “Dunkeln” stattfinden. Nämlich immer dann, wenn man sich in Telefonkonferenzen trifft. Auch hier sieht der Teilnehmer nicht, wie der Gesprächspartner bei den verschiedensten Vorschlägen mit den Augen rollt – aber kaum jemand wird wohl behaupten, dass Telefonbrainstormings erfolgreicher sind als Live-Brainstormings.
Und hier ein schöner Film über Dialog im Dunkeln. Prima Idee!
Wie stark beeinflusst das Internet unsere Kreativität?
Ich lese gerade ein interessantes, wenn auch populistisches Buch namens “Filter Bubble” von Eli Pariser. Darin beschäftigt sich der Autor unter anderem mit der Personalisierung des Internets durch die Such-Algorhythmen.
Tatsächlich: Google findet das, was du suchst. Denn Google kennt dich und hat eine Vorahnung, nach was du suchst. Wenn du z.B. eher zu den RTL-II-Sehern gehörst, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dir bei der Suchanfrage “Ägypten” Reiseziele angeboten werden. Gehörst du aber eher zum links-intellektuellem Milieu wird Google dir Infos über die aktuelle politische Entwicklung nach oben spülen.
Und das ist ja auch erstmal gar nicht schlecht. Sehr effizient sogar.
Bei mir war das am Sonntag ähnlich:
Meine Facebook-Freunde fanden den Tatort eher schlecht bis grottenschlecht. Und ich war überzeugt, dies entsprach der Meinung des Durchschnitts-Deutschen. Am nächsten Tag las ich dann aber in der SZ, dass der Tatort bei der Twitter-Gemeinde recht positiv ankam.
Denn Facebook macht’s genauso: die Meinungen der Freunde, die so wie du ticken, werden nach oben gespült.
Was bedeutet das jetzt für kreatives Denken?
Ich denke, dass die Personalisierungs-Algorhythmen tatsächlich verhindern, im Kopf zu wachsen. Ich habe beispielsweise eine ganz bestimmte Meinung zur Frauenquote. Und wenn ich “Frauenquote” google, werde ich in meiner Meinung immer wieder bestätigt. Und das macht denkfaul. Mein Perspektivwechsel-Muskel schrumpft.
Auf der anderen Seite gibt es etliche Studien, die belegen, dass Social Media inspiriert und beglückt.
Also alles halb so schlimm!
Kreativität vs. Lärm vs. Stille.
(via ntv)
Eine neue Studie hat sich mal wieder mit Lärm und Kreativität beschäftigt.
Das Ergebnis:
In der Stille wird man weniger zu genialen Einfällen inspiriert als bei moderatem Lärm. Und zu viel Lärm ist natürlich auch schlecht!
Selbstverliebte Chefs lieben das Risiko.
Soeben auf www.wirtschaft.com gelesen!
Je divenhafter und selbstverliebter ein Vorstandschef ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser sich im Unternehmen für radikale Ideen einsetzt. Dies ergibt eine Studie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, gemeinsam mit dem IMD Lausanne und der Pennsylvania State University. Die Forschungsergebnisse sollen bald in der Fachzeitschrift Administrative Science Quarterly veröffentlicht werden.
20 Erfindungen aus Schweden.
Sauber! Die Schweiz ist schon wieder Innovationsweltmeister geworden. Alle Innovationsmagazine berichten heftig darüber. Aus diesem Grund heute mal ein Hommage an ein ganz anderes Land: Schweden.
Ich bin da über einen richtig süßen Flyer gestolpert, der es aber ganz schön in sich hat.
Im Felleshus der Nordischen Botschaften in Berlin findet vom 13. März bis 3. Mai eine interessante Ausstellung über aktuelle schwedische Erfindungen statt. Ganze 20 werden präsentiert.
Zum Beispiel die interaktive Brille von www.penny.se oder der Computer, der mit den Augen gesteuert wird, wie bei www.tobii.com zu sehen ist.
Ich werde auf jeden Fall hingehen!
Tolle Innovation: Steuerung ohne Maus oder Lenkrad.
Beeindruckend, was die Jungs & Mädels von Thalmic Labs hier entwickelt haben!







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