"Creative Explosion" ist der Name meines Trainingsformats. Dieser Blog soll den Teilnehmern helfen, die Trainingseinheiten noch einmal zu vertiefen und neue Dinge über Kreativität und Innovation zu lernen. Viel Spaß beim Lesen. Weitere Infos erhalten Sie auf meiner Website.
Einen interessanten Artikel auf 20 MIN von Philipp Dahm habe ich heute gelesen. Er hat sehr schön über Inselbegabung recherchiert. Hier ein Ausschnitt:
Orlando Serrell aus Newport News, Virginia, wurde im Januar 1979 von einem Baseball an der linken Kopfhälfte getroffen. Der Zehnjährige ist kurz ohnmächtig, wird aber nicht behandelt. Er leidet für eine Zeit unter Kopfweh, aber seinen Eltern erzählt er von dem Vorfall nichts. Bald bemerkt er, dass er praktisch nichts mehr vergisst. Sein Kalender-Gehirn erlaubt es, alles Erlebte eines Tages wieder abzurufen. Seit dem Unfall hat er ein autobiografisches Gedächtnis.
Daniel Temmet, der als Dreijähriger 1982 einen epileptischen Anfall erlitt: Seither ist Mathematik sein Steckenpferd. Der Brite löst komplizierteste Aufgaben aus dem Stegreif. 2004 benannte er bei einem Wettbewerb die Zahl Pi bis auf 22 514 Stellen nach dem Komma. «Wenn ich Zahlen multipliziere, sehe ich zwei Formen», erklärt er im «Guardian». «Das Bild beginnt sich dann zu verändern und zu entwickeln und eine dritte Form entsteht. Das ist dann die Lösung. Es sind mentale Bilder. Das ist wie Rechnen ohne zu denken.» Und das gilt auch für Sprachen: Für die Dokumentation «BrainMan» von 2007 lernte er innerhalb einer Woche Isländisch.
Die Amerikaner Joe Sarkin und Tony Cicoria haben sich dagegen im musischen Bereich zum Positiven verändert. Sarkin wurden 1989 nach einem Schlaganfall Teile des Gehirns entfernt. Obwohl er sich vorher nicht für Kunst interessiert hat, überkam ihm nach der Operation das starke Verlangen zu zeichnen. Heute ist er ein gefeierter Maler, dessen Bilder für 10 000 Dollar den Besitzer wechseln. Cicoria wurde 1994 vom Blitz getroffen und hat seitdem Melodien im Kopf. Der eigentlich unmusikalische Orthopäde schreibt Sinfonien, nachdem er Klavier spielen gelernt hat.
John Travolta hat über dieses Phänomen übrigens mal einen ganz netten Film gemacht:
Wissenschaftler testeten in vier verschiedenen Experimenten die Kreativität der Testpersonen. Mal saßen sie vor einem Monitor, mal an einem Tisch im Labor. Alle bekamen zwar dieselbe Aufgabe gestellt: Sie sollten möglichst viele originelle Ideen auflisten, was sie mit einer Blechdose so alles anfangen könnten. Zwei unabhängige Personen bewerteten die Ideen hinterher auf ihren Einfallsreichtum. Und dabei kam heraus: Eine Gruppe war immer kreativer als die andere.
Die Erklärung: Vor der Kreativitätsaufgabe hatte Lichtenfeld die Teilnehmer in zwei Gruppen geteilt. Die einen wurden kurz mit einem grünen Farbton konfrontiert, die anderen mit einem blauen, grauen oder roten. Und offenbar versetzte Grün die Menschen am ehesten in einen geistigen Zustand, der beim Schöpfen neuer Ideen behilflich war.
Erstaunlich!
Ich könnte wetten, dass ich hier schon mal darüber geschrieben habe, dass rot die Innovations-freundlichste Farbe sei.
Anbei ein Link und eine Leseempfehlung zu einem sehr interessanten und gut recherchierten Artikel auf Suite101 von Louis Max Blank, der sich mit der Kreativität des Ausnahmetalents Lionel Messi beschäftigt. Es gibt mehrere Ansätze, die die Genialität von Messi versucht zu erklären. Drei Ansätze davon gefallen mir deshalb so gut, weil ich denke, dass sie auch prima für Kreative und Innovative im Büro, Chefetagen und in Thinktanks anwendbar sind.
Erster Ansatz:
Kann Messi mehr Informationen in kürzerer Zeit verarbeiten als andere Spieler?
Zweiter Ansatz:
Sind Messis Hormone für eine andere Zeitwahrnehmung verantwortlich?
Dritter Ansatz:
Oder ist es gar nicht Messi alleine, der so genial ist, sondern die perfekt abgestimmte Mannschaft von Barcelona, die Messi einfach nur beflügelt?
Endlich eine App, bei der man störende Elemente aus Fotos problemlos löschen kann.
Wie das geht?
Ganz einfach:
Die Kamera nimmt mehrere Fotos auf und erkennt dadurch, die sich bewegenden Gegenstände im Hintergrund.
Und die kann man dann, wenn man will, per Knopfdruck, löschen!
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